am 8. Januar 2010
So heute ist es mal wieder so weit. Nils stellt eine Aussagen in den Raum. Und zwar geht es um Aufwandsschätzung. Ich möchte hier auch gar nicht auf irgendwelche Techniken eingehen. Das können andere sicherlich um einiges besser erklären . Hier sollte sich Eberhard jetzt angeblinzelt gefühlt haben. Vielmehr geht es mal wieder um einen kleinen Erfahrungswert.
Ich kann mich noch an meine Zeit bei Nero erinnern. Wir waren teilweise echt miese Schätzer. Zeiten, die wir am Anfang eines Projektes angegeben hatten, hatten wir mal um dreifache übertroffen, mal lagen wir drunter, mal haben wir getroffen. Der Treffer im Bulls Eye war aber leider sehr selten.
Waren wir also besonders schlecht? Nein! Laut Scott Berkums Die Kunst des IT Projektmanagements (das ich übrigens jedem empfehlen kann) landen zu frühe Schätzungen bis zu 400% daneben. Wir lernen also, das mies Schätzen in der Natur des Menschen liegt und nicht an uns. Ihr musstet sicher auch schon mal eine Schätzung abgeben von was, dass ihr gar nicht schätzen konntet oder wolltet. In vielen Fällen betreten wir nämlich Neuland und das macht besonders schwer.
Um wenigstens ein wenig damit zurecht zu kommen, gilt es möglichst oft eure Schätzungen anzupassen. Sobald ihr ein neues Stück Information gefunden habt, das euch behilflich ist euren Zeitplan zu verbessern, dann macht es. Kommuniziert den neuen Plan auch. Ist ja nicht verkehrt jede Woche eine bessere Schätzung zu haben. Irgendwann und ich hoffe mal nicht zu spät wird euer Tipp dann doch ins Schwarze treffen.
Was haben wir also gelernt? Schätzen ist schwierig, deswegen sollte man es häufig machen.