am 3. September 2010
Wahrscheinlich saßen wir alle schon mal im Anzug in einer Firma, die wir noch nicht oder kaum kannten. Wir waren nervös, aber wollten den Job. Tja Bewerbungsgespräch eben. Wir sind alle durch die Hölle gegangen. Heute möchte ich aber eine Idee für die andere Seite des Tisches ansprechen.
Es gibt ja nicht nur die Leute, die sich bewerben, es gibt Teamleiter, die ein neues Mitglied für ihre Mannschaft suchen. Ich habe es so kennengelernt, dass man als Entwickler erstmal seine Zeugnisse und die Bewerbung hinschickt. Dann wird man eingeladen oder auch nicht. Als ich damals bei Nero noch auf der suchenden Seite des Tisches saß, hatten wir nicht nur diese zwei Schritte im Bewerbungsprozess. Wir hatten einen dritten. Dabei haben wir uns die Zeugnisse natürlich angeschaut, wir haben aber nicht sofort eingeladen, sondern haben erst mal ein Stück Source-Code angefordert.
In PHP gibt es einige Programmierer, die glauben sie könnten programmieren. Können sie aber nicht. Und es gibt Softwareentwickler, die wirklich enterprisefähige Applikationen zusammenbauen können. In den meisten Fällen erkannt man zu welcher Art ein Programmierer gehört, sobald man ein paar Zeilen seines Quellcodes gesehen hat. Jetzt könnte man aber so frech sein und Code einreichen, den man gar nicht selbst geschrieben hat. Das macht nichts, oft reicht es ja, dass der Entwickler weiß, wie guter Code aussieht. Wenn einem gefällt, was man sieht, dann wird eine Einladung ausgesprochen, wenn nicht, dann eben nicht.
Großer Vorteil daran sind die Kosten. Bewerber einladen und sich ein paar Stunden um sie zu kümmern kann schon einiges an Geld verschlingen. Ich muss ja schließlich Anreise bezahlen, so will es das Gesetz (naja außer ich gebe es explizit an, dass ich nicht zahle).