am 16. November 2011
Rückgängig machen ist eines der meistgenutzten Features der Softwaregeschichte. Ist ja auch toll, wenn man einfach den letzten Schritt als nichtig erklären kann. Wir kennen diese Funktionalität wahrscheinlich erstmal aus dem Textverarbeitungsumfeld. Desktopanwendungen haben es aber so gut wie alle implementiert. Aber wie sieht es mit Webanwendungen aus? Eigentlich gibt es da kaum welche. Ok, so langsam kommt es, aber wenn man im Netz einmal auf ok gedrückt hat, dann hat man die Änderung auch schon persistiert. Ist aber auch nicht schlimm und eigebntlich auch gar nicht das, worauf ich hinaus will.
Es gibt einfach Aktionen, die man nicht rückgängig machen kann, denn sie sind immer mit einer Interaktion mit anderen Verbunden. So ist es zum Beispiel schwer eine E-Mail wieder zurückzunehmen oder einen Tweet doch nicht zu senden. Aber warum ist das so? Naja ganz klar. Eine E-Mail soll sofort nach dem jemand auf den Senden-Knopf gedrückt hat beim Gegenüber ankommen. So ist eben die Natur einer E-Mail. Eigentlich könnte man da aber auch anders denken. Ob meine Mail in 1 Sekunde ankommt oder in 10 ist mir eigentlich relativ egal, so wie es den meisten von euch wahrscheinlich auch ist. So das wäre Fakt eins.
Wenn ich eine E-Mail versende, dann fällt mir oft ganz kurz nach Klicken des Senden-Buttons ein, dass ich noch was vergessen habe. Fakt Zwei. So jetzt kombinieren wir das. Wenn wir eine E-Mail oder einen Tweet versenden wollen, dann klicken wir auf Senden und das System im Hintergrund wartet erstmal pauschal 10 Sekunden, bis es die Aktion ausführt. Und genau in den zehn Sekunden habe ich dann Zeit es rückgängig zu machen. Bei der Kommunikation wird es nicht auffallen, aber ich könnte mir vorstellen, das so mancher glücklich gewesen wäre, wenn er das Feature vorher gehabt hätte. Kann man ja auch an- und ausschalten, dann stört es niemanden.
Ich glaube sogar, es gibt Systeme die schon so arbeiten, aber mir fällt gerade kein Beispiel ein.