am 3. März 2010
Da heute der internationale Tage der Provokation wäre, falls es diesen geben würde, fange ich doch einfach mal mit einer solchen an. Die meisten von euch denken jetzt wahrscheinlich, dass der Langner wohl ganz fies auf den Kopf gefallen ist und deswegen solche Aussagen trifft.
Ich stehe natürlich nicht wirklich hinter dem Thema, denn ich bin ein großer Fan dieser Lösungen. Mein Problem damit ist eher anderer Natur. Viele Entwickler, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, verwenden Entwurfsmuster, weil sie es können. Da habe ich schon öfters das Gefühl, dass die Entwickler mit ihrem Code nicht zufrieden sind, falls sie es nicht geschafft haben mindestens ein Design Pattern unterzubringen. Und leider sieht der Quellcode dann auch so aus. Irgendwie hat man den Eindruck, dass die Muster da brutal reingedrückt wurden, obwohl sie gar nicht passen. So puzzle ich übrigens, wenn ich nicht weiter kann.
Aber warum passiert so was eigentlich? Entwurfsmuster sind professionell, da sind wir uns sicherlich einig. Wir alle wollen auch professionell sein. Das ist wohl auch Fakt. Tja 1+1 zusammenzählen. Wir benutzen Patterns, um professionell zu sein. Leider wirken wir so nur professionell und sind es nicht, denn meistens habe ich das Muster gar nicht verstanden, wenn ich es nicht richtig einsetzen kann.
Wie kommt man aber um das Problem rum? Entwurfsmuster sind eine wunderbare Erfindung in der Softwaretechnik. Danke an die Gang of Four dafür. Wir müssen einfach in privaten Projekten anfangen zu lernen. Dort ist es echt egal, falls man was in die Hose geht. Da ist es sogar gut, denn man verliert nichts, wenn es mal schief geht und lernt eine Menge. Und es wird schief gehen, zumindest war das bei mir so. Die Muster die ich dann im Beruf einsetze muss ich beherrschen und das schaffe ich nur mit Erfahrung. Denn die meisten Patterns klingen einfacher, als sie nun mal sind.