am 21. Juli 2010
Ich habe vor “kurzem” mal einen Bericht gelesen von einem Softwareentwickler, der die wichtigsten Erfahrungen aus 20 Jahre Programmierung zusammengeschrieben hat. Ein Satz ist bei mir irgendwie hängen geblieben und da ich ihn gut fand, möchte ich heute auch mal kurz darüber schreiben (wenn jemand von euch übrigens einen Link auf den 20 Jahre Artikel hat, dann her damit, ich habe ihn leider verloren).
“Du bist nicht der beste Softwareentwickler.”
Na klar ist das so, werdet ihr denken. Es gibt viele Entwickler, der besser sind als ich. Joel Spolsky z.B. vielleicht auch Kent Beck und die anderen großen Software-Gurus. Ich würde mir nie anmaßen, mich mit diesen Größen messen zu können. Aber so einfach will ich’s natürlich nicht machen. Den Satz meine ich ein wenig anders. Auch bei mir im Team gibt es Leute, die mehr auf dem Kasten haben. Zumindest in einigen Gebieten. Früher, das war noch bei Nero, da war ich manchmal so von mit überzeugt, dass ich mir gar nicht mehr unbedingt die Meinungen der anderen angehört habe. Meine war eh “richtiger”. Ich übertreibe jetzt natürlich ein wenig, aber so ähnlich habe ich mich manchmal gefühlt.
Das Problem an dieser Einstellung ist, dass man in so einer Situation gar nichts mehr dazu lernen kann. Auch wenn die anderen gute Ideen haben, überhört man die meistens, verzichtet sogar auf Diskussionen. Wie soll so ein Teamgefühl aufkommen? Wahrscheinlich gar nicht. Man sollte sich also immer vor Augen halten, dass man nicht der beste Softwareentwickler ist und immer dazulernen kann. Auch von Leuten, die man gerne unterschätzt. Mittlerweile habe ich es glaube ich geschafft Meinungen von anderen einzuholen, auch wenn ich der Meinung bin schon nahe an der perfekten Lösung dran zu sein. In den meisten Fällen wird die Lösung besser dadurch.