am 14. August 2009
Als ich noch bei Nero (so jetzt hab ich’s mal gesagt) gearbeitet habe, war ich ja Teamleiter Intranet Systeme. Ich hatte auch die Ehre Bewerbungsgespräche zu leiten. Die Gespräche liefen immer nach dem gleichen Schema ab. Als erstes gab es ein nettes lockeres Gespräch, in dem ein wenig über den Lebenslauf diskutiert wurde. Danach gab’s den Langner Test (hab den Namen grad mal erfunden).
Dieser Test bestand aus zwei Teilen. Teil Nummer eins war ein Theorietest, in dem “einfache” Softwaretechnik und PHP Fragen gestellt wurden. Der zweite Teil war eine einfache praktische PHP Aufgabe. Viel davon würde ich wieder so machen. Ich glaube die Person, die wir damals eingestellt haben war auch gut ins Team passend.
Eine Frage, die ich damals nicht gestellt hatte, war die Frage nach Euphorie. Vielleicht kennt ihr ja das Gefühl, wenn man ein Stück Software entwickelt und aufgrund der tollen Architektur funktioniert alles wunderbar. Weiterentwicklung ist kein Problem. Man könnte den ganzen Tag und die ganze Nacht einfach so weiter programmieren. Heimgehen? Jetzt? Nein, das will ich noch fertig machen! Euphorie eben. Ein solches Gefühl stellt sich glaube ich nur bei Leuten ein, die ihren Job lieben und bei denen Beruf von Berufung kommt.
Wann der Bewerber das letzte mal dieses Gefühlt hatte kann somit eine gute Frage sein für so ein Gespräch. Wenn die Person dann leuchtende Augen bekommt und anfängt von seinem letzen Projekt zu schwärmen, dann gibt das schon mal ordentlich Pluspunkte. Wenn er dieses Gefühl nicht kennt, dann sollte man wohl die Finger von ihm lassen. Natürlich kann man auch lügen, aber ich glaube, es fällt auf, wenn das Funkeln in den Augen fehlt.
Na gut. Wenn er den Programmiertest total verbockt, dann hilft es auch nicht wenn er dies euphorisch macht. Wie heißt es so schön, es ist keine hinreichende, aber eine notwendige Eigenschaft. Ich hoffe mal ihr kennt alle dieses Gefühl, wenn nicht, dann sollten wir mal zusammen ein Projekt starten, dann zeige ich es euch.