am 5. Januar 2010
Mir fällt gerade auf, dass ich euch noch gar nicht offiziell ein gutes neues Jahr gewünscht habe. Das hole ich jetzt hiermit nach. Frohes, neues Jahr! So das war’s. Jetzt wieder harte Fakten. Oder besser weiche Fakten, denn heute geht es um ein Prinzip, das ich auch erst einmal lernen musste: das “Gut genug Prinzip”.
Aber warum geht es in diesem Prinzip eigentlich? Wir sind “alle” Entwickler und haben alle unsere eigenen Projekte schon mal veröffentlicht. Ihr kennt bestimmt das Gefühl, das man kurz vor Schluss hat. Dieses Gefühl hält einen davon ab das Projekt zu veröffentlichen, denn da gibt es ja noch diese eine tolle Idee, die ich noch unbedingt umsetzen muss. Dann kann es an endlich and den Start gehen. Aber nein, mittlerweile ist mir ja noch was Geniales eingefallen. Also wieder in die Tasten gegriffen und schnell das neue Feature runtergehackt. Das könnte ich jetzt ewig so weiter machen.
Man glaubt sein Projekt ist mit dem neuen Feature um so viel besser, dass man nicht ohne es leben kann. In den meisten Fällen ist das einfach Schwachsinn. Das Projekt ist gut genug im veröffentlicht zu werden. Den Rest könnt ihr nacharbeiten. Und wenn das Projekt mit den Grundfeatures kein Erfolg wird, dann wird auch die kleine Erweiterung nichts daran ändern. Ist zumindest meine Meinung.
Das ganze musste ich für mich aber auch erst mal lernen, denn ich war immer der, der alles perfekt haben wollte und “so” nicht live gehen konnt. Inzwischen beherrsche ich das eigentlich ganz gut und kann z.B. auch mal mit einer Ideenschmiede leben, die keine IP-Sperre oder ähnliches besitzt. Keine Ahnung ob es den Begriff wirklich gibt, aber ich nenne das ganze “Gut genug Prinzip” und bin damit glücklich.
Das Prinzip gilt übrigens nicht nur für komplette Projekte. Klassen, Methoden und ähnliches sind da genau so betroffen.