am 22. Mai 2009
Ich habe mir lange überlegt, ob ich heute überhaupt einen Artikel veröffentlichen soll. Brückentage sind eigentlich wie Wochenenden, niemand geht ins Internet, weil man zuhause faul auf der Terrasse sitzt. Trotzdem ist es kein Feiertag und deswegen gilt mein ich-schreibe-nur-an-Werktagen Paradigma auch für heute. Blöde selbstgemachte Regeln. Wie dem auch sei, feiern wir den heutigen Brückentag mit einem Artikel zum Thema Http Status Codes. Gar nicht mal so interessant das Thema, aber ich denke immer gut zum Nachschlagen und ich hoffe mal, dass die Suchmaschinen den Artikel lieben werden. Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass man des öfteren danach googled. Jaja ich weiß, dieser Nils ist wieder nur auf Page Impressions aus und was soll ich sagen, diesmal stimmt es ja auch, bin aber wenigstens ehrlich. Liegt aber auch dran, dass ich für heute auch kein anderes Thema parat habe.
Kommen wir aber zu den Http Status Codes. Die bekanntesten sind wohl 404 (Seite nicht gefunden) und 301 (permanently moved). Es gibt aber auch noch andere, die vielleicht interessant sein könnten. Aber fangen wir doch einfach mal mit den Standards an:
- 404 - Not found. Falls eine Seite auf einem Server nicht gefunden wird, so wird der 404 Status Code an den Browser gesendet. Jede Seite, die mit diesem Code ausgeliefert wird, wird niemals in die Suchmaschinen wandern, auch wenn dort Inhalt drinnen steht. 404 Seiten sollten vom Webmaster selbst gestaltet werden und vielleicht eine Sitemap beinhalten. Man kann auch raten, was der User gesucht hat und ihm Seiten anbieten auf denen er weitersurfen kann. Auf jeden Fall 404 senden, wenn diese Seite nicht existiert und auch nie existiert hat.
- 301 – Permanently moved. Solltet ihr mal die Struktur eurer Seite umgebaut haben, so wie wir unsere Artikel von /archives/artikelname nach /blog/artikelname verschoben haben, dann müsst ihr diesen Code senden. So geht ihr sicher, dass, obwohl die Seite nicht mehr dort existiert, wo sie vermutet wurde, trotzdem alle eingehenden Links weiterhin voll zählen. Zeigt der Link auf eine 404, so ist der Link verloren.
- 200 - OK. Der Name ist hier Programm. Seiten die gaz normal ohne irgendwelches Schi-Schi aufgebaut werden und keinen Fehler haben sind einfach OK. 200 sollte hier als Code gesendet werden.
- 500 - Internal Server Error. Sehr ungerne gesehen, aber wenn euer Skript einen Fehler produziert, so sollte ein 500 kommen. Ihr signalisiert damit, dass es derzeit ein kleines Problem gibt. Die Suchmaschinen verzeihen solche kleinen Fehler und ihr fliegt nicht sofort aus dem Index. Ist doch auch schon mal was.
Diese vier sind schon mal die wichtigsten, die man auf jeden Fall auswendig können sollte, weil sie zum täglichen Handwerk gehören. Es gibt aber noch viele andere, die aber nur relativ wenig verbreitet sind. Eine längere Liste könnt ihr auf wikipedia finden. Auf ein paar werden wir hier aber trotzdem noch eingehen.
- 403 – Forbidden. Wenn ihr Seiten habt, die ihr Passwort geschützt habt und zum Beispiel die Suchmaschinen nicht drauf sollten, dann solltet ihr einen 403 vorhalten. So wandern die Seiten nicht in den Index, auch wenn jemand mal einen Link auf einer anderen Seite posten sollte.
Eigentlich hatte ich ja gesagt, ich will noch ein paar aufzählen, aber jetzt wo ich mir die Liste so ansehe, fallen mir keine auf, die man im Internet antrifft. Zumindest kam ich nie in die Verlegenheit diese zu benutzen. Oder hat von euch schon mal jemand einen Http Header mit dem Status Code 412 Precondition Failed gesendet? Egal, mindestens einen Fall wird es geben, in dem solche Header Sinn machen, auch wenn ich ihn nicht kenne.
Achtung Anekdoten Alarm. Einer meiner damaligen Profs meinte mal, dass es in Amerika schon ein stehender Begriff geworden ist, dass man, wenn man m Büro nicht am Platz ist, 404 ist. “He’s 404!” Ob die Geschichte stimmt? Keine Ahnung! Ich finde sie auf jeden Fall nett.