am 26. Oktober 2008
Immer mehr Webseiten steigen vom klassischen Newsletter System um auf rss feeds. Aber warum? Wo liegt der Vorteil, falls es überhaupt einen gibt? Ist das ganze vielleicht auch nur ein momentaner Hype, den man aussitzen kann?
Gehen wir einfach die Unterschiede an. Wir tauschen ein push gegen ein pop Verfahren. Es ist also nicht mehr nötig, dass wir die Informationen versenden müssen um die Interessenten auf dem laufenden zu halten, sie können sie sich jederzeit unabhängig von uns abholen.
Eines der Hauptargumente für ein pop Verfahren muss man aus der rechtlichen Sicht betrachten. Versende ich einen Newsletter, so muss ich mir erst durch das Double Opt-In Verfahren die Erlaubnis holen diese E-Mail wirklich versenden zu dürfen. Tue ich dies nicht, so wird mich früher oder später ein Anwalt anrufen oder mich sogar abmahnen, denn es man muss sich an die geltenden Gesetze halten. Ein weiterer Vorteil ist natürlich die Aktualität eines rss feeds. Kaum gibt es Neuigkeiten, schon hat der feed diese Informationen zur Hand. Bei einem Newsletter geht dies nicht so einfach. Hier muss man erst eine gewissen Anzahl von News gesammelt haben, um eine E-Mail zu versenden und dies geht auch nicht täglich, sondern sollte lieber ein mal pro Woche oder pro Monat passieren. Bis jetzt also ein klares 2:0 für den rss feed.
Aber natürlich kann dies der Newsletter nicht auf sich sitzen lassen. Muss er zum Glück auch gar nicht, denn er hat einen Vorteil, den das rss feed nicht besitzt. Er kann persönlich sein. Jeder Newsletter kann eine Anrede haben und vielleicht auch auf die Vorlieben des Lesers eingehen, da ich Daten über die bestimmten Empfänger sammeln kann. Er ist wärmer und nicht anonym, wie es vielleicht der feed ist. Bei einem feed, weiß ich auch nie, wie viele Leser man hat. Natürlich kann man ein Analysetool bemühen, dass misst wie viele Seitenaufrufe der feed hat, doch eine aussagekräftige Zahl ist so nicht zu ermitteln, da es viele Proxyserver gibt, die diese Aussagen wage machen. Für viele Firmen ist die Messbarkeit ein sehr wertvoller Vorteil des Newsletters, der hiermit immer noch den Ausgleich zum 2:2 geschafft hat.
Als Fazit kann man sagen, dass jeder dieser beiden Lösungen eine Daseinsberechtigung hat. Hat man die Zielgruppe definiert, sollte die Entscheidung aber nicht mehr so schwer fallen. Wir haben uns für den rss feed stark gemacht, das wir ein hauptsächlich technisch versiertes Publikum haben und somit die Vorteile eines Newsletters nicht unbedingt für uns stark ins Gewicht fallen.