• “Symfony2 MVC – I don’t care”

    von am 21. November 2011

    Heute wollen wir mal wieder über den Franzosen berichten, der uns Symfony2 gebracht hat. Fabien Potencier. Und Leute die mich kennen, wissen, dass ich den Typ absolut nicht leiden kann. Er wirkt einfach arrogant und narzisstisch. Das doofe dabei ist, er hat leider wirklich was auf dem Kasten. Was er also an Unsympathie mitbringt macht er durch technisches Verständnis und gute Ideen wieder wett. Also kann ich es akzeptieren, dass er in der Community einen so hohen Stellenwert hat. Nicht das ihn das stören würde, wenn es nicht so wäre. Ok, genug gelästert? Ich glaube schon.

    Ok jetzt zum Artikel. Vor ein einigen Tagen waren wir in Köln zum Symfony Day und Fabien hat in seiner Keynote ein wenig über Symfony2 philosophiert. Dabei hat er auch über MVC-Frameworks gesprochen und erklärt, dass man so gut wie nie in der Symfony-Doku finden wird, dass es sich dabei um eines handelt. Aber warum? Ist Symfony2 denn kein MVC-Framework? Wäre ja grausam, denn MVC verstehen wir und damit können wir auch arbeiten. Ja, Symfony ist auch weiterhin ein MVC-Framework, aber warum hat der Franzose das dann gesagt? Es ist ihm einfach egal.

    Nutzt das Framework doch wie ihr wollt und wie es am besten zu euch passt. Ihr braucht MVC, dann kommt ihr eben so gut mit Symfony zurecht, wie jemand der einfach einen Webservice auf die Beine stellen will. Dank der Komponentisierung kann man auch viel kleinteiliger arbeiten und zum Beispiel nur den Class-Loader benutzen.

    Hinter dem ganzen “I don’t care” stecken zwei Ideen. Zum einen will er die Verbreitung von Symfony fördern und dabei ist es sinnvoll bekannt zu machen, dass es eben viel mehr als ein MVC-Framework ist und man es überall einsetzen kann. Wiederverwendbarkeit ist einfach was feines. Und je mehr Projekte sf nutzen, umso schwieriger wird es an dem Thema vorbei zu kommen. Genial für eine Firma, die damit ihr Geld verdient. Zweiter Punkt ist eher so etwas prinzipielles. Wenn euch MVC nicht 100% zusagt, dann nutzt es nicht zu 100%. Erweitert die Ideen, programmiert nicht zu engstirnig. Wenn ihr ein MVCD machen wollt, dann macht es. Frische Ideen haben noch nie geschadet. Erfindet aber bitte das Rad an dieser Stelle nicht neu.

    Nils Langner

    Auch wenn Ihr es mir nicht glauben werdet, aber ich habe nichts gegen PHP. Ich rege mich einfach nur gerne auf. Ok so schlimm ist es auch nicht. Eigentlich wollte ich schon immer einen Blog haben und da ...

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    12 Kommentare »


    • Patrick
      am 21. November 2011 um 07:33 Uhr

      MVCD? Sagt mir grad nix.

      Aber grundsätzlich muss ich Fabien recht geben, und dir damit auch. Lieber frei Schnauze programmieren, wenn man mit dem MVC-Prinzip nicht zurecht kommt oder weil das Projekt zu klein ist oder es Quick’n'Dirty gehen soll oder, oder, oder. Es macht aber wenigstens Sinn gewisse vorhandene Features und Funktionen zu nutzen – abseits des MVC-Prinzips – und da ist die Nutzung der Symfony-Komponenten sicherlich nicht die falscheste Idee.

      Beruflich muss ich mir das eh alles anschauen, da wir hier mit Symfony arbeiten, bisher mag ich es durchaus. Mal sehn, wann ich das erste Projekt damit beginne.


    • Christian
      am 21. November 2011 um 07:57 Uhr

      Man könnte noch hinzufügen, dass er Symfony bestenfalls als “HTTP Framework” bezeichnen würde. Eine ausreichende und zutreffende Bezeichnung meiner Meinung nach.


    • Patrick
      am 21. November 2011 um 08:20 Uhr

      Wieso “bestenfalls” @Christian? Klingt etwas abwertend…


    • Christian
      am 21. November 2011 um 10:26 Uhr

      @Patrick das “bestenfalls” sollte nicht abwertend klingen sondern eher unterstreichen, dass eine Bezeichnung an sich nicht notwendig ist und stark vom jeweiligen Einsatz beeinflusst sein muss.


    • Timo Reitz
      am 21. November 2011 um 10:27 Uhr

      Also, das MVCD interessiert mich jetzt auch. Steht das “D” einfach für “Database” oder “Data”? Ich kenne MVC und MVP, MVVC habe ich nie benutzt, aber mir mal angeschaut und ich kenne auch eher exotisch klingende Architekturen wie Ports and Adapters/Hexagonal Architecture und Onion Architecture.

      Eine Google-Suche hat mir jetzt MVCS, VCSM, CVMS, LDVCS und VCLSD beschert, aber kein MVCD.


    • Patrick
      am 21. November 2011 um 10:48 Uhr

      @Christian aaah, okay! Ja, in dem Fall stimm ich dir zu. Wobei, selbst “HTTP Framework” klingt vielleicht noch etwas zu spezifisch, vielleicht “Service Framework” oder so. Weil, mit dem Teil kann man auch sehr gut Projekte außerhalb von HTTP und Co umsetzen.


    • Timo Reitz
      am 21. November 2011 um 13:45 Uhr

      Korrektur: Da, wo “MVVC” steht, muss natürlich “MVVM” stehen (in meinem Beitrag).


    • Nils Langner
      am 21. November 2011 um 14:16 Uhr

      Ups, das ging dann wohl in die Hose. Ich wollte MVCD eigentlich dazu benutzen um zu zeigen, dass man sich was _eigenes_ bauen kann. Das gibt es also gar nicht. Ging wohl in die Hose!


    • Patrick
      am 21. November 2011 um 14:46 Uhr

      Aaaaaaah, okay, ich verstehe. Ja, dann wirds klar ;)


    • Phil
      am 21. November 2011 um 16:44 Uhr

      Fabien hat über Symfony2 vs. MVC erst kürzlich gebloggt: http://fabien.potencier.org/article/49/what-is-symfony2


    • Pierre
      am 21. November 2011 um 17:12 Uhr

      @Phil: der Blog-Artikel von Fabien ist ein 1:1-Auszug aus besagter Keynote/Session am Symfony Day :)


    • Loko
      am 26. November 2011 um 15:07 Uhr

      Ja, Fabien wirkt oft sehr abgehoben. Aber er hatte viel Spaß in Köln! ;-)

      http://tuby.tv/2/209eef8016b85d92

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